Was ist Komplementärtherapie? Ganzheitliche Therapie mit 3 stärkenden Zielen

Ziele der Komplementärtherapie

Die komplementärtherapeutische Arbeit ist eine ganzheitliche Therapie. Die 3 Säulen, aus denen sich die Behandlungsziele ableiten sind die Bereiche: Selbstregulation, Selbstwahrnehmung und Genesungskompetenz.

Stärkung der Selbstregulation

Der Mensch - Körper, Seele und Geist - lebt von und mit komplexen und zusammenhängenden Systemen. Da der Atem mit allen Grundfunktionen des Organismus vernetzt ist, eignet der sich ausgezeichnet für die bewusste und unbewusste Regulation.

Zum Beispiel: Bildschirmarbeit belastet den Körper, wenn stundenlang eine ungünstige Haltung eingenommen wird. Verspannungen und Schmerzen sind die Folge. Vor dem BIldschirm blinzeln wir seltener, die Augen trocknen aus ... Mit kurzen Pausen zwischendurch kann sich der Körper regulieren. Tipp: Mikropause «Blinzeln»

Beschwerden und Schmerzen deuten oft auf ein Ungleichgewicht hin. Es gilt, Störungen der Selbstregulation aufzulösen und damit Gesundheits- und Leistungsbeeinträchtigungen positiv zu verändern.

Förderung der Selbstwahrnehmung

ganzheitliche Therapie

Verhaltensweisen und Lebensbedingungen haben einen grossen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Mit einer gut entwickelten Selbstwahrnehmung können krankmachende bzw. gesundheitsfördernde Lebensaspekte wahrgenommen und bewusst verändert werden.

Zum Beispiel: Vor dem Bildschirm arbeite ich stundenlang konzentriert und vergesse zu trinken. Tipp: Mikropause Trinken

Mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit zum eigenen Körper und zu sich bemerke ich zeitnah, dass Flüssigkeit fehlt oder dass mir Bewegung gut tun würde. Mit etwas Übung gebe ich dem spontanen Dehnen oder Gähnen Raum und entwickle damit ein Bewusstsein dafür, was ich brauche und was mir gut tut. Tipp: Gähnnen und Selbstwahrnehmung

Stärkung der Genesungskompetenz

Der Umgang mit Beschwerden und gesundheitlichen Einschränkungen hat einen Einfluss auf die körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte. Mit der gezielten Unterstützung, selbstermächtigend zu handeln und Zuversicht zu entwickeln, werden Kräfte für die Genesung frei.

Zum Beispiel: Dankbarkeit steigert nachweislich die Zufriedenheit und Zuversicht. Wenn ich auf das schaue, was gut ist und was ich «geschafft» habe, gewinne ich Kraft und merke, was ich für mich bewirken kann. So schaffe ich Zugang zu meinen Ressourcen und stärke mich selbstwirksam. Tipp: Gähnen und Empathie

Worauf ich in meiner Praxis Wert lege ...

ganzheitliche Therapie: Atemhaus Wagner Logo mit Text

Raum für Selbstregeneration

Im Mittelpunkt steht für mich die wertschätzende und vertrauensvolle Beziehung zu meinen Klient:innen. Dies ist die Grundlage für einen erfolgreichen Therapieverlauf.

Wir arbeiten an dem, was gut geht und richten den Blick auf das Erfreuliche. Das Erleben von Zuversicht und Dankbarkeit ist mir wichtig, denn es schenkt Kraft und reguliert, was aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Balance ist ein Prozess und ständig im Fluss der Veränderung. Es geht also um ein dynamisches Gleichgewicht für den Menschen in seinem Sein, für Körper, Seele und Geist. Ein Unterwegssein mit ganzheitlicher Therapie, bei der der Mensch in seinem Erleben und seiner Entwicklung gemeint ist.

Die eigenen Stärken meiner Klient:innen fördere ich zielgerichtet, damit der Zugang zu dieser wichtigen Lebensressource im Alltag als Handlungs- und Bewältigungsfähigkeit wirksam wird.

Ganzheitlich und individuell

Mit meiner Arbeitsweise als Komplementärtherapeutin meine ich den Menschen als Ganzes - verbunden auf allen Ebenen von Körper, Seele und Geist.

Gemeinsam finden wir einen situationsgerechten Weg, denn jeder Mensch ist einzigartig in seiner Geschichte, seiner Wahrnehmung und in seinem Wesen. Zur Praxiswebseite

Körper • Wahrnehmung • Atem • Übungen

Mit meiner Arbeit als Komplementärtherapeutin mache ich körperliche Zustände erfahrbar. Dadurch können die Klient:innen ihre eigene Situation als beeinflussbar kennenlernen. Dies erreiche ich mit Berührungen, Bewegungsübungen, Atem- und Wahrnehmungsarbeit.

Der ganze Mensch ist angesprochen: Körper, Seele, Geist - deshalb ist die Komplementärtherapie eine ganzheitliche Therapie. Als Instrument kommt der Atem dazu, der die Brücke zu bilden vermag zwischen den Ebenen.

Die prozesszentrierte und körperorientierte Arbeit ergänze ich mit Anleitung und Gespräch. Ein zentraler Punkt ist das Nachspüren, das Reflektieren und der Austausch über das Erlebte.

Berufsbild

Das Berufsbild der Komplementärtherapeutin / des Komplementärtherapeuten beschreibt das Arbeitsgebiet, die beruflichen Grundlagen, die Berufsausübung und den Beitrag an Gesundheit und Gesellschaft, den Praktizierende leisten. 

Die Kernkompetenzen des komplementärtherapeutischen Handelns sind im Berufsbild festgehalten und bilden die Grundlage zu den beruflichen Qualifikationen Branchenzertifikat OdA KT und Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom.

Arbeitsweise

Als Komplementärtherapeutin gestalte ich die Arbeit mit meiner «methodenspezifischen Kompetenz». Das bedeutet: Zum Bearbeiten der Anliegen meiner Klient:innen wende ich eine Methode an.

Ich arbeite mit der Methode Atemtherapie. Atemtherapie gehört zu den ältesten therapeutischen Verfahren. Der Atem schenkt uns Leben und «wohnt» in uns. Ein Blog-Artikel «Was ist Atemtherapie?» erscheint bald ... Tipp: Abonniere das «Atemfenster» und erhalte Tipps und Infos rund um den Atem.

Da der Atem mit allen Grundfunktionen des Lebens verbunden ist, wirkt Atemtherapie auf allen Ebenen  - Körper, Seele, Geist - als ganzheitliche Therapie.

Als Ausgangs- und Referenzpunkt für den therapeutischen Prozess dient deshalb der menschliche Körper. Der Körper in seiner Form, seinem Ausdruck und im individuellen Erleben. 

Mit Berührung, Bewegung und Atem und im Gespräch mache ich den Klient:innen körperliche Zustände erfahrbar. So werden Beschwerden reflektiert und die erfahrene Veränderung kann im Alltag selbstwirksam umgesetzt werden. 

Es geht darum, die persönlichen Stärken und Ressourcen kennenzulernen und im Alltag zu festigen. Der therapeutische Prozess ist ein gemeinsames Handeln und entsteht im Austausch miteinander.

In der Therapie werden gezielt die Selbstregulierungskräfte unterstützt, damit der Mensch Zugang zu den eigenen Ressourcen findet und daraus für seinen Alltag seine Beschwerden lindern lernt oder einen anderen Blickwinkel dazu gewinnt.

Was Komplementärtherapie nicht ist ...

Komplementärtherapie ersetzt nicht die Schulmedizin - sondern sie wirkt ergänzend (eben: komplementär)!

Als Komplementärtherapeutin stelle ich keine medizinische Diagnose und verschreibe keine Medikamente!

Die fallbezogenene Zusammenarbeit mit Fachpersonen ist jedoch eine wichtige Arbeitsgrundlage - natürlich nur mit dem Einverständis der betroffenen Klient:innen.

Quellen

Alle wichtigen Dokumente und Inhalte von der OdA KT wie z.B. das Berufsbild sind auf der Webseite der OdA KT zu finden.

Einige Begriffe sind im Glossar von Susannes Atem-Blog beschrieben.

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